Duisburger Häfen
 
771,20 R Mannesmann Huckingen  
 
photo Hafen Huckingen
 
 

1909 gründete die Essener Firma Schulz-Knaudt aus Platzmangel an ihrem Standort in Duisburg-Hüttenheim am Rhein ein Blechwalzwerk. Die Firma war bekannt für die Fabrikation von Kesselmaterial und gewellten Feuerrohren. Für den Bau eines eigenen Hochofen- und Stahlwerks erwarben sie südlich des Angerbachs von der Familie von Spee rd. 60 ha landwirtschaftlicher Fläche, die mit zweieinhalb Kilometer Rheinfront für die Versorgung mit Kohle und Erz und den Abtransport ihrer Produkte günstig gelegen war.

1914 fusionierte das Werk, das um die Zeit etwa eintausend Arbeiter beschäftigte, mit den Mannesmann-Werken, die seit 1885 über ein Patent für ein Schrägwalzverfahren zur Herstellung nahtloser Rohre bekannt waren. Mit dem Bau eines Hochofen- und Stahlwerks 1927 schuf Mannesmann einen Hüttenkomplex mit Kokerei, Walzwerk, Energieversorgung, Wasserwirtschaftsbetrieb und Werksbahn und wurde damit zu einem maßgeblichen Unternehmen der Stahlproduktion mit eigenen Erz- und Kohlebergwerken und Aktivitäten im Maschinenbau. Gemeinsam mit Thyssen beteiligte sich Mannesmann am sog. Deutsch-Sowjetischen Röhren-Erdgas- Geschäft wurde. In einem verwirrenden Übernahmekarussel, das zur Abspaltung einer Technologie- und Kommunikationsbranche führte, wurden 1987 die Mannesmann- und die gegenüber in Rheinhausen angesiedelten Krupp-Hüttenwerk zusammengeführt, das wiederum unter dem fortwährenden Rationalisierungsdruck 1993 stillgelegt wurde. 2005 ergab sich schließlich eine Gesellschafterstruktur, an der ThyssenKruppSteel mit 50%, die Salzgitter Mannesmann GmbH mit 30 und Vallourec Deutschland 20% beteiligt sind.

 
 
photo Hafen Huckingen nach dem Krieg
 

Nachkrieg mit intakten Gasometern im Hintergrund. Erreichte man Duisburg von Süden, begann sich in den Jahren des Wirtschaftswunders, in denen die Lichter nicht aus- und die Sonne nicht aufging, der Himmel auch bei sonst klarem Wetter einzutrüben.

 
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